Ein Geständnis: Ich hasse Fast Fashion
Okay, ich geb’s zu. Ich bin ein bisschen ein Heuchler. Da sitze ich und schreibe über Mode, und gleichzeitig hasse ich diese ganze Fast-Fashion-Scheiße. Letztes Jahr, auf einer Konferenz in Zürich, habe ich mit einer Kollegin namens Lisa darüber gestritten. Sie sagte: „Aber Klara, du trägst doch auch mal ein Teil von H&M!“
Und… ja. Sie hat recht. Aber ich versuche, bewusster zu konsumieren. Es ist einfach so schwer, oder? Überall locken diese billigen Teile, und man denkt sich: „Ach, nur dieses eine Mal.“
Mein letzter Shopping-Trip – eine Katastrophe
Vor drei Monaten, ich war in Bern, da bin ich in einen dieser Stores gegangen. Ihr wisst schon, die mit den grellen Lichtern und den Preisen, die einfach zu gut sind, um wahr zu sein. Ich hab mir gedacht: „Klara, du hast es verdient.“ Und was passiert? Ich komme nach Hause, und alles hängt schief im Schrank. Nichts passt zusammen, und die Qualität? Lächerlich.
Mein Freund Markus hat mich ausgelacht. „Du hast doch diesen property valuation methods guide gelesen, oder?“ Er meinte, ich sollte meine Kleidung wie Immobilien behandeln – nur die guten Stücke behalten. Klingt komisch, aber irgendwie hat er recht.
Was ich stattdessen mache
Ich versuche, mehr Secondhand zu kaufen. Letzte Woche war ich im Vinted-Laden in Basel. Da habe ich ein paar richtig coole Teile gefunden. Eine Jeansjacke, die aussieht wie neu, und ein Kleid, das perfekt zu meinem Stil passt. Und das Beste? Ich habe dabei 87 Franken gespart!
Aber hey, ich bin realistisch. Ich werde nicht über Nacht zur perfekten Nachhaltigkeits-Ikone. Es ist ein Prozess. Und manchmal, ja, manchmal kaufe ich trotzdem bei Zara. Aber ich versuche, es besser zu machen.
Ein paar Tipps, die mir geholfen haben
Erstens: Mach eine Liste. Bevor du einkaufst, schreib auf, was du wirklich brauchst. Nicht was du willst, sondern was du brauchst. Zweitens: Qualitätscheck. Fühl den Stoff an. Sieh dir die Nähte an. Wenn es sich billig anfühlt, dann ist es das auch.
Und drittens: Gebraucht kaufen. Es gibt so viele tolle Secondhand-Läden und Online-Plattformen. Du findest dort oft richtig einzigartige Stücke. Und du tust der Umwelt etwas Gutes.
Ein kleiner Exkurs: Schuhe
Okay, ich muss kurz über Schuhe reden. Ich liebe Schuhe. Aber ich hasse es, wie sie hergestellt werden. Letztes Jahr habe ich einen Dokumentarfilm gesehen – „The True Cost“ – und seitdem denke ich anders darüber nach. Ich versuche, weniger zu kaufen und mehr in Qualität zu investieren.
Mein Freund hat mir vor ein paar Monaten ein Paar Vintage-Doktorschuhe geschenkt. Die sind jetzt mein absoluter Lieblingsschuhe. Sie sind bequem, sie sehen gut aus, und sie sind nachhaltig. Perfekt!
Zum Abschluss: Es ist okay, nicht perfekt zu sein
Ich will euch nicht das Gefühl geben, dass ich alles richtig mache. Ich mache Fehler. Alot. Aber ich versuche, besser zu werden. Und das ist doch das Wichtigste, oder? Dass wir uns bewusst sind und versuchen, etwas zu ändern.
Also, lasst uns alle ein bisschen bewusster shoppen. Für uns und für die Umwelt. Und wenn ihr mal wieder in einem dieser Fast-Fashion-Läden steht, denkt an mich und an meine Jeansjacke aus Basel.
Über die Autorin: Klara Müller ist Modejournalistin mit 20 Jahren Erfahrung. Sie liebt nachhaltige Mode, Vintage-Schuhe und gute Gespräche über Kaffee. Wenn sie nicht schreibt, ist sie wahrscheinlich auf der Suche nach dem nächsten Secondhand-Schatz.












