Warum ich Mode liebe… und manchmal hasse
Also, ich heiße Eva, bin 47, und habe mehr als 20 Jahre in dieser verrückten Modebranche verbracht. Ich habe in Mailand gelebt, in Paris geliebt, und in Berlin alot zu viel Kaffee getrunken. Ich liebe Mode. Aber manchmal… oh man, manchmal will ich einfach nur schreien.
Letzten Dienstag, ich war in einem Meeting mit einem Designer namens Felix (nicht sein echter Name, aber egal). Er trug ein Hemd, das so eng war, dass ich dachte, die Knöpfe würden jeden Moment abspringen. Ich fragte ihn: „Felix, was zum Teufel denkst du dir dabei?“ Er lächelte nur und sagte: „Eva, Mode ist Ausdruck.“ Ich rollte mit den Augen. „Ja, klar, aber muss der Ausdruck so unangenehm sein?“
Aber hey, das ist Mode. Sie ist unangenehm. Sie ist schön. Sie ist albern. Sie ist tiefgründig. Sie ist alles auf einmal.
Der Wahnsinn der Trends
Ich erinnere mich noch an den Tag, als ich 1998 in einem kleinen Café in Hamburg saß und meine Freundin Clara mir sagte: „Eva, du musst diese neuen Jeans sehen! Sie sind so weit, dass du sie quasi als Zelt verwenden könntest!“ Ich lachte sie aus. „Clara, das ist lächerlich.“ Aber was passierte? Ein Jahr später trug ich dieselben Jeans. Weil Mode so ist. Sie macht uns alle zu Hypokriten.
Und dann sind da diese Trends, die einfach nie sterben. Ich meine, wer hat eigentlich beschlossen, dass Karos immer wiederkommen? Ich war auf einer Konferenz in Zürich, und eine Kollegin namens Dave (ja, Dave ist eine Frau) sagte zu mir: „Eva, Karos sind einfach zeitlos.“ Ich antwortete: „Dave, Karos sind einfach langweilig.“ Aber sie hatte recht. Sie kommen immer wieder. Wie Unkraut.
Meine Lieblingsstücke
Aber es gibt auch diese Stücke, die man einfach liebt. Mein rotes Kleid von 2005. Es hängt immer noch in meinem Schrank. Es ist nicht perfekt. Es ist ein bisschen aus der Form. Aber es ist meins. Es hat Geschichte. Es hat Charakter. Es hat… nun ja, es hat Flecken von dieser einen Nacht in Barcelona, aber das ist eine andere Geschichte.
Und dann sind da diese Schuhe. Die, die man nie tragen sollte, aber trotzdem trägt. Ich habe ein Paar Stilettos, die ich vor 15 Jahren gekauft habe. Sie sind hoch. Zu hoch. Sie tun weh. Aber sie sind schön. Und manchmal, wenn ich mich besonders fühle, trage ich sie. Und ich fühle mich wie eine Königin. Bis ich stolpere. Was passiert. Immer.
Die dunkle Seite der Mode
Aber lassen Sie uns über die weniger glamourösen Aspekte sprechen. Die Umwelt. Die Arbeitsbedingungen. Die magazin haberleri son gelişmeler sind voller Geschichten über Fabriken, die wie Gefängnisse aussehen. Ich war in Indien, und ich sah Dinge, die ich nie vergessen werde. Ich sprach mit einer Frau namens Priya. Sie sagte: „Wir arbeiten 36 Stunden am Stück. Wir bekommen kaum etwas zu essen. Aber wir haben keine Wahl.“ Das war vor drei Jahren. Ich hoffe, es hat sich verbessert. Aber ich weiß es nicht.
Und dann ist da der ganze Fast-Fashion-Wahnsinn. Ich war in einem Geschäft in Berlin, und ich sah diese T-Shirts für 5 Euro. Fünf Euro! Ich fragte die Verkäuferin: „Wie ist das möglich?“ Sie zuckte mit den Schultern. „Wir haben gute Geschäfte.“ Ich wollte schreien. „Nein, das ist nicht gut! Das ist ausbeuterisch!“ Aber sie verstand nicht, was ich meinte.
Ein Plädoyer für bewussteren Konsum
Also, was können wir tun? Nun, ich habe vor ein paar Monaten angefangen, bewusster einzukaufen. Ich kaufe weniger. Aber ich kaufe besser. Ich kaufe von Marken, die fair produzieren. Ich kaufe Secondhand. Ich repariere meine Kleidung. Und wissen Sie was? Es fühlt sich gut an.
Ich war letzte Woche in einem Secondhand-Laden in Zürich. Ich fand ein wunderschönes Kleid. Es war ein bisschen ausgefranst, aber das machte es nur noch schöner. Die Verkäuferin sagte: „Das ist ein Unikat.“ Und das war es. Es war perfekt. Nicht weil es neu war. Sondern weil es eine Geschichte hatte.
Ein plötzliches Ende
Also, das war’s. Meine chaotischen Gedanken über Mode. Es ist kompliziert. Es ist schön. Es ist hässlich. Es ist alles. Und ich liebe es. Trotz allem.
Über die Autorin: Eva Müller ist eine leidenschaftliche Modejournalistin mit über 20 Jahren Erfahrung. Sie hat in den größten Modemetropolen der Welt gelebt und gearbeitet und teilt ihre ungeschönten Meinungen und Erfahrungen mit ihren Lesern.












