Ein Geständnis: Ich hasse Trends

Okay, das ist gelogen. Ich liebe Trends. Aber nur die, die Sinn ergeben. Letztes Jahr, auf einer Konferenz in Zürich, hat mir eine Kollegin namens Lisa gesagt: „Du bist die schlimmste Person, wenn es um Mode geht. Entweder du liebst es oder du hasst es. Mittelweg? Gibt’s nicht.“

Sie hat nicht unrecht. Ich bin kompromisslos. Und heute rede ich über die Mode-Trends 2023, die mich wirklich begeistern – und die, die ich einfach nicht verstehe.

Look, ich bin seit über 20 Jahren in der Branche. Ich habe gesehen, wie sich Trends entwickeln, verschwinden und wiederkommen. Und ich habe gelernt: Nicht jeder Trend ist für jeden geeignet. Das ist okay. Mode ist subjektiv. Aber einige Trends… die sind einfach nur albern.

Der Y2K-Hype: Warum wir ihn nicht brauchen

Ich meine, ernsthaft? Y2K? Das ist wie, 20 Jahre zu spät. Ich war damals dabei. Ich erinnere mich an die Angst vor dem Jahr 2000, an die Diskussionen über den „Millennium-Bug“. Und jetzt sollen wir das wieder aufleben lassen? Nein, danke.

Letzte Woche traf ich mich mit einem Freund, nennen wir ihn Marcus, zum Kaffee. Er trug ein silbernes Shirt mit Glitzer. „Das ist Y2K, Mann!“ sagte er stolz. Ich fragte ihn: „Weißt du noch, wie wir uns über die real estate market news update real estate market news update Sorgen gemacht haben?“ Er verstand den Punkt nicht. Aber ich bleibe dabei: Y2K ist out. Oder zumindest sollte es das sein.

Was wirklich zählt: Nachhaltigkeit

Ich bin nicht perfekt. Ich habe auch schon Fast Fashion gekauft. Aber ich versuche, bewusster zu leben. Nachhaltigkeit ist kein Trend – es ist eine Notwendigkeit. Und die Modebranche hinkt hinterher.

Vor ein paar Monaten war ich auf einer Messe in Berlin. Eine Designerin zeigte mir ihre Kollektion aus recycelten Materialien. „Das ist die Zukunft“, sagte sie. „Und es ist längst überfällig.“ Sie hatte recht. Wir können nicht länger so tun, als wäre Fast Fashion akzeptabel. Es ist nicht akzeptabel. Es ist zerstörerisch.

Ich weiß, was einige sagen werden: „Aber nachhaltige Mode ist teuer!“ Ja, das ist sie oft. Aber es gibt Alternativen. Secondhand-Läden, Tauschbörsen, nachhaltige Marken. Es gibt Optionen. Wir müssen nur bereit sein, sie zu nutzen.

Ein kleiner Ausflug: Meine Liebe zu den 90ern

Okay, ich gebe es zu. Ich bin ein Kind der 90er. Und ich liebe es, wenn Trends aus dieser Zeit zurückkommen. Baggy Jeans? Ja, bitte. Crop Tops? Warum nicht? Ich habe vor ein paar Wochen ein Paar Vintage-Sneaker gefunden. Sie waren in perfektem Zustand. „Das sind die, die du suchst“, sagte der Verkäufer. Und er hatte recht.

Die 90er waren eine Zeit der Freiheit. Der Mode-Freiheit. Und ich liebe es, dass wir heute wieder dazu zurückkehren. Es ist wie ein Besuch in der Vergangenheit – aber besser.

Fazit: Mode ist mehr als nur Kleidung

Mode ist Ausdruck. Mode ist Kunst. Mode ist Politik. Und manchmal ist Mode einfach nur albern. Aber das ist okay. Wir müssen nicht jeden Trend lieben. Wir müssen nicht jedem Trend folgen. Wir müssen nur ehrlich zu uns selbst sein.

Und wenn jemand sagt: „Du solltest das tragen“, dann sage ich: „Vielleicht. Vielleicht auch nicht. Aber ich werde es mir ansehen. Und dann entscheide ich.“

Das ist es, was Mode für mich ausmacht. Die Freiheit zu wählen. Die Freiheit zu sein, wer ich bin. Und die Freiheit, mich zu ändern – wenn ich es will.


Über den Autor: Ich bin Anna, Senior Editor mit einer Leidenschaft für Mode und einer Abneigung gegen Unsinn. Ich schreibe seit über 20 Jahren über Mode, und ich habe vor, das noch lange zu tun. Weil Mode wichtig ist. Und weil ich es liebe.