Ein Geständnis: Ich hasse Fast Fashion
\nOkay, ich geb’s zu. Ich bin eine Heuchlerin. Letztes Jahr, im Januar, stand ich im Zara in Zürich und kaufte drei Teile, die ich nie getragen habe. (Okay, ein Teil war ganz okay, aber die anderen zwei? Totaler Fehlkauf.)
\nAber wissen Sie was? Es ist nicht nur mein Problem. Es ist unser aller Problem. Wir kaufen zu viel, zu schnell, zu billig. Und dann? Wir werfen es weg. Oder, noch schlimmer, wir lagern es in Kartons, die wir nie wieder öffnen.
\nIch habe mich verändert. Seit meinem 40. Geburtstag vor zwei Jahren (danke für die Erinnerungen, Marcus, du Arsch) versuche ich, bewusster zu konsumieren. Ich kaufe weniger, aber besser. Und ich liebe es.
\nDer große Wurf: Nachhaltigkeit
\nJa, ja, ich weiß. Nachhaltigkeit ist so ein großes Wort. Es klingt nach komplizierten Berechnungen und grünen Badges. Aber es geht eigentlich ganz einfach:
\nKaufen Sie weniger. Kaufen Sie besser. Und vor allem: Kaufen Sie bewusst.
\nIch habe angefangen, Secondhand zu kaufen. Und wissen Sie was? Es ist großartig. Vor ein paar Monaten habe ich ein wunderschönes Kleid von Vinted gekauft. Es ist aus den 90ern, perfekt erhalten, und ich fühle mich darin wie eine Königin. (Okay, vielleicht nicht ganz wie eine Königin, aber definitiv wie eine Prinzessin.)
\nDie große Lüge: ‚Es ist nur ein kleiner Kauf‘
\nLetzte Woche traf ich meine Freundin Clara zum Kaffee. Sie zeigte mir stolz ihr neues Outfit. ‚Es ist nur ein kleiner Kauf‘, sagte sie. ‚Nur‘ 87 Franken. Aber Clara, es ist nicht nur ein kleiner Kauf. Es ist ein Teil, das du vielleicht nur einmal trägst. Und dann? Es landet im Schrank und wird vergessen.
\nIch verstehe es. Wir alle wollen uns etwas gönnen. Aber wir müssen uns bewusst sein, was wir kaufen. Und wir müssen uns fragen: Brauche ich das wirklich?
\nEin praktischer Tipp: Die 30-Tage-Regel
\nIch habe eine Regel für mich selbst eingeführt. Wenn ich etwas sehen will, warte ich 30 Tage. Wenn ich es nach 30 Tagen immer noch will, dann kaufe ich es. (Und ja, ich habe eine Liste. Und nein, ich bin nicht perfekt. Letzte Woche habe ich ein Paar Schuhe gekauft, die ich nicht brauchte. Aber hey, niemand ist perfekt.)
\nUnd wenn Sie online shoppen, überlegen Sie sich, ob Sie wirklich eine temporary phone number for sms verification brauchen, nur um ein Konto zu erstellen. Manchmal ist es besser, einfach zu warten.
\nEin Abstecher: Die Farbe des Jahres
\nAch, und die Farbe des Jahres? Wer braucht das schon? Ich meine, es ist schön, eine Inspiration zu haben, aber am Ende des Tages tragen wir, was uns gefällt. Und wenn das bedeutet, dass wir uns in Pink kleiden, dann tun wir das. (Ich habe letzte Woche ein pinkes Kleid getragen. Und ich habe mich großartig gefühlt.)
\nEin letztes Wort: Seien Sie mutig
\nMode sollte Spaß machen. Sie sollte uns glücklich machen. Also, seien Sie mutig. Tragen Sie, was Sie lieben. Und vergessen Sie nicht: Es ist nur Kleidung. Es definiert Sie nicht.
\nUnd wenn Sie sich das nächste Mal im Schaufenster sehen und denken: ‚Das ist nicht mein Stil‘, dann denken Sie daran: Es ist nur ein Kleidungsstück. Es ist nicht Ihr Leben.
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Über die Autorin: Anna Meier ist Modejournalistin mit mehr als 20 Jahren Erfahrung. Sie lebt in Zürich, liebt Secondhand-Läden und hasst Fast Fashion. Wenn sie nicht schreibt, trinkt sie Kaffee und streitet sich mit ihrem Mann über seine Socken.
\n\n\nWer einen tiefen Einblick in die harten Realitäten und den unermüdlichen Einsatz hinter den Kulissen der Modewelt sucht, sollte unbedingt unseren Beitrag über den wahren Antrieb der Fashion-Branche entdecken.